Entstehung
Im November 2003 hatte der junge Filmemacher Alexander Pfander, nach 3 Kurzfilmen den enormen, fast schon wahnsinnigen Drang, einfach etwas zu drehen. Der künstlerische Schaffensdrang war so stark, daß er ohne Geld, ohne langfristiges Konzept und ohne irgendeine Art von Unterstüzung einfach anfing, den Film Nuttentarif zu drehen.
Vorbild war die Arbeitsweise von Andreas Dresen bei dessen prämierten Film "Halbe Treppe". In einem Interview berichtete Dresen, dass er den Film anhand eines 10-seitigen Treatments, ohne Drehbuch und Dialoge, in einer kreativen spontanen Zusammenarbeit mit den Schauspielern entstehen ließ. Diese äußerst kreative, unorthodoxe Arbeitsweise empfand Alexander Pfander passend zu seiner damaligen Situation. Also schrieb er ein Treatment, castete die Schauspielerin Olga Kozlova und begann in einer kalten Dezembernacht 2003 mit einer kleinen DV-Kamera eine Strassenstrich-Szene zu drehen. Zu diesem Zeitpunkt war noch keine weitere Rolle besetzt!
Schon eine Woche danch wurde ein professioneller Kameramann für das Filmprojekt gewonnen, der seine eigene professionelle DV-Kamera und Lichttechnik in den Film mit einbrachte. Von da ab wurde die Produktion technisch aufwendiger, was die spontane Kreativität ab und an einschränkte und somit teilweise gegen das ursprüngliche Konzept arbeitete. Diese neue Arbeitweise mußte nun durch mehr Zeitaufwand und mehr Planung ausgeglichen werden.
Das Drehbuch wurde dann Szenenweise von Drehtag zu Drehtag umgeschrieben oder entstand erstmalig anhand der örtlichen Gegebenheiten und der verfübaren Schauspieler. Frei nach der Maxime: Take what you get and work in progress.
Der endgültige Film entstand dann in einem achtmonatigen Schnittmarathon, der nun noch durch eine professionelle Ton- und Musiknachbearbeitung bis zur Premiere und noch darüber hinaus vervollständigt wird.